Neuigkeiten Neuigkeiten (Archiv 2008 IV)
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[23.12.2008 12:00 Uhr] Zeit für Thin Clients

Eigentlich gibt es sie schon seit Anfang der neunziger Jahre. Einer der Vorreiter des "serverbased computing" war seinerzeit die Firma Sun Microsystems. Genau! Es handelt sich um jene Firma, der wir neben den bekannten Sun Servern und Workstations auch die Programmiersprache Java und das Betriebssystem Solaris (Sun OS) und auch das wunderbare Open Office verdanken.Damals von den Analysten als Hype prognostiziert blieb es mehr oder weniger bei der Prognose. Wirklich flächendeckend durchgesetzt hat sich diese zukunftsweisende Technik zum damaligen Zeitpunkt nicht.


Das soll jedoch keineswegs heißen, dass derartige Technik für immer zum Scheitern verdammt ist. Praxiserprobte, im jahrelangen Produktivbetrieb bewährte Systeme widerlegen diese Behauptung. Neben proprietären Konzepten und Lösungen z. B. der Firmen Microsoft (Terminalserver) und Citrix verfügt die Opensource-Gemeinde auch über brauchbare, für den Produktivbetrieb durchaus geeignete Lösungen. Das quelloffene LTSP (Linux Terminal Server Project) bringt alles mit, was man von einer derartigen Lösung erwartet. In einigen Disributionen wie z. B. Ubuntuserver wurde LTSP sehr gut integriert. Dadurch ist es nicht nur erfahrenen Administratoren vorbehalten, einen entsprechenden Server aufzusetzen. 

 

[01.12.2008 18:00 Uhr] Geschenkt...

...bekommt man nichts, schon gar nicht im Internet. Das war bis vor kurzem auch meine Meinung. Ich hätte das auch unterschrieben. Doch nun muss ich mich revidieren. Es gibt sie tatsächlich, jene Perlen im Internet. Für jeden zu haben, kostenlos und doch in hervorragender Qualität. Diesmal bin ich beim Verlag Galileo Press fündig geworden. Na ja, eigentlich waren es die fleißigen Onlineredakteure der LinuxCommunity mit ihrem Beitrag, die mich auf diese Quelle aufmerksam gemacht haben. Ein wunderbares Buch zum Thema Joomla 1.5 für lau. Da kann man nichts falsch machen, zumal es nicht nur kostenfrei als eBook zu haben ist. Mit großer Fachkompetenz werden die wirklich interessanten Themen rund um die aktuelle Joomla-Version behandelt. Ein Muss für jeden, der sich ernsthaft mit dem CMS Joomla beschäftigt.

 

[17.11.2008 08:00 Uhr] Noch mehr Virtualisierung!

Dank des ohne Lizenzgebühren erhältlichen und nutzbaren Produktes "VMware ESXi" kommen nun auch Anwender in den Genuss von Virtualisierungslösungen im Serverbereich, die bisher nicht mal eben so ca. 2.000,00 € nur für eine ESX-Lizenz erübrigen konnten oder wollten. Wenn auch die Hardwareanforderungen etwas anspruchsvoller im Vergleich zum quelloffenen XEN sind, lohnt es aus verschiedenen praktischen Erwägungen dem ESXi in diesem Bereich den Vorzug zu geben. Da ist zunächst erst mal die sehr gute Managebarkeit durch den (unter Windows laufenden) VMware-Infrastructure-Client. Etwas Vergleichbares hat die XEN-Gemeinde derzeit leider nicht zu bieten. Als zweites Merkmal besticht VMware ESXi durch die Fähigkeit, nahezu jedes auf der x86-Architektur heimische Betriebssystem als Gastsystem zu akzeptieren. XEN kann das nur eingeschränkt und auch nur bei bestimmten CPUs.

 

[28.10.2008 09:00 Uhr] Schätze heben

In der Vergangenheit kam es zu ungeahnten Datenverlusten wegen Wechsel der jeweiligen Speichermedien. Wer ist im Besitz eines Computers, mit dem er heute noch eine 5 1/4 Zoll Diskette lesen im kann? Viele jüngere Computerbenutzer wissen nicht einmal mehr, was eine Diskette ist. Mag es hier und da noch Laufwerke für das 3 1/2 Zoll Format geben so sieht das bei 5 1/4 Zoll schon wesentlich schlechter aus. Bei 8-Zoll-Disketten wird es ganz finster um die Lesemöglichkeiten. Doch das geeignete Laufwerk ist nur ein Glied in der Kette der Datenrettung  und / oder -Konvertierung. Ist man eines Laufwerkes habhaft geworden, muss dieses angeschlossen und in Betrieb genommen werden. Dann kommt auch schon das nächste Problem: Die Formate der Disketten vergangener Betriebssysteme werden von aktuellen Betriebssystemen mitunter nicht unterstützt. Es erfordert in diesem Fall spezieller Treiber. Doch damit nicht genug. Nach 15 oder 20 Jahren sind häufig Fehler auf den jeweiligen Medien, da die Lebensdauer der gespeicherten Daten auf Medien dieser Art über solch lange Zeiträume nicht gewährleistet werden kann, schon gar nicht bei subobtimalen Lagerbedingungen. Ein ähnliches Schicksal wird womöglich auch die CD

ereilen. Wer glaubt, dass diese Datenträger unendlich lange halten oder in ferner Zukunft noch geeignete Lesegeräte vorhanden sind, der unterliegt wahrscheinlich dem gleichen Irrtum wie ich vor 20 Jahren, im Bezug auf die Disketten.

 

[06.10.2008 09:00 Uhr] Virtuelle Maschinen

Manch einer kann sich darunter nicht viel vorstellen. Virtuelle Maschinen im Kontext moderner IT sind einfach ausgedrückt Programme, die sich wie Rechner verhalten. So ist es möglich auf einem physikalischen Rechner, z. B. einem Arbeitsplatz-PC praktisch gleichzeitig mehrere Betriebssysteme zu benutzen. Dabei verhalten sich die virtuellen Maschinen, so nennt man diese Programme, wie real vorhandene Systeme, nur dass sie physikalisch in Form vorn Hardware im engeren Sinne nicht existieren. Trotzdem haben sie eine IP-Adresse, man kann komplette Betriebssysteme darauf installieren und natürlich auch Anwendungsprogramme. Ja es ist sogar möglich, mehrere virtuelle Maschinen auf einem PC gleichzeitig laufen zu lassen und diese zu vernetzen. Mutet es auf dem Desktop-PC oder Notebook noch mehr oder weniger als technische Spielerei an, so ist diese Technik strategischer Bestandteil vieler Betreiber von Servern jeglicher Art. Hinter Schlagworten wie "Green IT", "Serverkonsolidierung" usw. verbergen sich sehr oft Virtualisierungstechniken. Doch nicht nur bei der "großen EDV" im Rechenzentrum halten solche Techniken Einzug. Auch bei kleineren Unternehmen und im SOHO kann Virtualisierung zur Effizienz der IT-Landschaft erheblich beitragen. Sei es der alte Windows 98 PC, der nur deshalb noch sein Dasein fristet, weil auf ihm eine Software läuft, die nicht auf dem modernen Server installiert werden kann (oder soll), oder sei es die Firewall, die in eigener Hardware auch Strom frisst oder das Notebook, das für eine längere Reparatur ausfällt oder einer anderen Nutzung zugeführt werden soll. Diese und andere Einsatzbeispiele sind es, die Virtualisierung, z. B. auf der Basis der Produkte von VMware Inc. für diesen Nutzerkreis interessant macht.