Neuigkeiten Neuigkeiten (Archiv 2008 III)
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[23.09.2008 08:30 Uhr] Immer und überall

So stellt man sich das vor, immer und überall möchte man seine Mails lesen und beantworten können, möglichst auch seine Bookmarks in seinem Lieblingsbrowser haben, wenn es denn geht, auch noch mit den notwendigen Passworten.

Auch Anwendungen wie Open Office hätte man ganz gerne dabei. Es muss kein Traum bleiben! Für die meisten, dieser Anforderungen reicht ein gängiger USB-Stick. Doch Vorsicht ist geboten. Man sollte schon bei der Vorbereitung bedenken, was passiert, wenn dieses Teil in die falschen Hände gerät. Deshalb ist es eine gute Idee, vor der Installation entweder den gesamten Stick zu verschlüsseln oder einen entsprechenden Container dafür anzulegen. Als Software für diese Zwecke hat sich das frei erhältliche Open Source Programm TrueCrypt bestens bewährt.

 

[15.09.2008 11:30 Uhr] Angst vor Linux

Wenn es um den Einsatz von Linux geht, verhalten sich mitunter "Normale" Computeranwender wie das Kaninchen vor der Schlange. Dabei ist das "Freak"-System längst alltags tauglich und schon lange kein System mehr, das nur für Experten geeignet ist. Oft habe ich das Gefühl, dass jemand darüber nachdenkt, weshalb er es nicht benutzen sollte, statt darüber nachzudenken welche Vorteile es ihm bringen würde.

Ob nun aus Unwissenheit oder bewusst, die meisten Computer werden mit dem Fensterbetriebssystem aus Redmond in der Version Windows XP oder neuerdings fast ausschließlich in der Version Windows Vista an den Mann oder die Frau gebracht. Nur wenige Hersteller (z. B. Asus, Dell und Lenovo) bieten neue Hardware ohne Betriebssystem oder mit einer Linux Variante an. Das sagt zunächst überhaupt nichts über die Qualität des jeweiligen Systems. Schaut man sich die aktuellen Linuxdistributionen an, so brauchen diese weder technisch noch funktional einen Vergleich mit Microsoft Betriebssystemen zu scheuen. Im Gegenteil, die meisten Distributionen sind im Gegensatz zu Windows nicht nur vollständige Betriebssysteme sonder sie bringen auch alle erforderlichen Anwendungen mit, die man für die sinnvolle Nutzung eines Computers benötigt. So gehört das freie Open Office zum Lieferumfang, dessen Äquivalent man aus dem Hause Microsoft zusätzliches Geld kostet. Doch es ist nicht richtig anzunehmen, Linux und seine Anwendungen sind gut, weil sie in den meisten Fällen umsonst zu haben seien. Das macht eine Sache oder ein Produkt noch nicht gut. Gut ist es deshalb, weil es sehr gut dokumentiert und sehr gut gewartet und gepflegt wird. Gut ist es, weil es frei ist, jedoch nicht im Sinne von Freibier sondern im Sinne von frei zugänglichen Quelltexten und frei zugänglicher Entwicklung. Open Office hat Microsoft Office inzwischen mindestens ein- wenn nicht sogar überholt. Dazu kommt, dass Open Office nicht nur auf Linux-Systemen zu Hause ist, sondern auch auf Windows und ab Version 3.0 auch nativ auf MacOS X. So gesehen ist es mir eigentlich egal, welches System "unter" den Anwendungen werkelt, die ich benutze...

 

[03.09.2008 10:00 Uhr] Netbooks

Nein, ich habe mich nicht verschrieben! Es heißt wirklich Netbook. Damit ist eine neue Art Notebook gemeint, die sich seit Anfang des Jahres rasant am Markt verbreitet und den bisherigen Notebooks stetig Marktanteile abjagt. Begonnen hatte das Ganze mit dem Eee PC der Firma ASUS.Ein Winzling in der Größe eines Taschenbuchs. Waren Geräte dieser Größenordnung bisher extrem teuer, in den meisten Fällen sogar teurer als "normale" Notebooks ging es nun mit dem Preis genau in die andere Richtung. Das wahrscheinlich preiswerteste Gerät bekommt man für schlappe 199,00 € beim Onlineversender One. Inzwischen (nach gut einem halben Jahr!!) sind schon die zweite und dritte Generation im Anmarsch. Alle großen Hersteller wollen von diesem Trend partizipieren und werfen entsprechende Geräte zu entsprechenden Preisen auf den Markt. Uns, die Verbraucher freut es, denn die Preise werden dadurch eher günstiger. Doch, ob die angebotenen Geräte tatsächlich alltagstauglich sind, wird erst die Zukunft zeigen ... 

 

[31.08.2008 12:00 Uhr] VPN für (fast) Jedermann

AVM - Hersteller von DSL-Routern, u. a. der bekannten und beliebten Fritz!Box, hat mit der neuesten Firmwareversion einiger Modelle eine signifikante Funktionserweiterung seiner Geräte erreicht. Ab sofort kann man mit geringem Aufwand und völlig kostenfrei IPsec-basierte VPNs aufbauen. Hierzu ist zwar ein gewisser Einrichtungsaufwand erforderlich doch die Anleitung und die von AVM zusätzlich bereitgestellte Software helfen dem Anwender sehr bei der Installation und Inbetriebnahme (zu finden im VPN-Portal von AVM). Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Entweder man kann danach seine Fritz!Box von jedem Ort der Welt erreichen oder man vernetzt verschiedene Standorte oder man tut beides. Danke AVM!

 

[22.08.2008 17:00 Uhr] Verlink mich!
Internetseiten werden nach unterschiedlichsten Gesichtspunkten beurteilt. Da ist zunächst das für jeden sichtbare Äußere. Doch das Design ist nur eines von sehr vielen Bewertungskriterien. Es ist auch sehr wichtig, dass ein gutes Design auch unter Einhaltung aktueller Standards umgesetzt wurde. Es ist erstaunlich, wie viele Webseiten diese Standards schlicht nicht einhalten. Es sind keineswegs nur irgendwelche Seiten privater Autoren, für die das zutrifft. Auch größere Unternehmen die wahrscheinlich sogar viel Geld in ihre Internetrepräsentanz investiert haben sind betroffen und betreiben Internetseiten, die nicht standardkonform sind. Jeder kann das selbst feststellen, indem er dies mit den Onlinetools des W3C prüft. Doch auch mit einem weiteren Kriterium hapert es bei vielen Seiten. So sind diese oft nicht barrierefrei. Behinderten Menschen werden dadurch Inhalte vorenthalten. Doch auch wenn ein gutes Design, das unter Beachtung aktueller Standards realisiert wurde, sind es erst zwei Voraussetzungen für eine gute Seite. Die Anzahl Zugriffe und die Optimierung für Suchmaschinen sind weitere Kriterien. Hier kommt der vom Suchmaschinenprimus Google ins Leben gerufene Begriff PageRank ins Spiel. Dieser PageRank wird für die Beurteilung von Seiten, insbesondere für das Werben mit Links und Bannern maßgeblich herangezogen. Der PageRank kann unter anderem beeinflusst werden, indem man versucht, so viele Links wie möglich auf anderen Seiten zu platzieren. Deshalb der Aufruf "verlinkt Euch!". 

PageRank™ und Google™ sind geschützte Marken der Google Inc., Mountain View CA, USA.

 

[08.08.2008 12:00 Uhr] Joomla!

Nach mehr als drei Jahren wurde die Website der EDV-Beratung Barthel nun auf das Content Management System Joomla umgestellt. Einerseits sprechen technische Gründe dafür, das bisherige System phpCMS abzulösen, andererseits wurde die Umstellung auch deshalb erforderlich, weil wir zunehmend Anfragen zur Erstellung und zum Betrieb von Webseiten erhalten. Um dem Kunden auch wirklich die Möglichkeit zu geben, die eigene Internetrepräsentanz nach einer Erstellung des Grundgerüstes weite zu pflegen, kommt man an einem leistungsstarken und in der Praxis massenhaft erprobten Content Management System nicht vorbei. Wir haben uns für Joomla entschieden was keineswegs heißen soll, dass wir andere Systeme für schlechter halten. Allerdings denken wir, dass Joomla den für unsere Zielgruppe besten Kompromiss bezüglich Einarbeitungsaufwand, Administrierbarkeit, Stabilität und Leistungsfähigkeit bildet. Die Tatsache, dass validierbarer XHTML-Code herauskommt und dass es als Opnsource-Projekt lizenzkostenfrei benutzbar ist waren weitere Argumente für diese Entscheidung. 

 

[29.07.2008 10:00 Uhr] Trügerische Sicherheit
Da gibt man Geld aus für eine aktuelle Anti-Viren-Software, hat beim Provider seines Vertrauens Anti-Spam- und Anti-Virenfilter aktiviert. Die Firewall des Rechners weist keinerlei Löcher auf, fremde Datenträger werden gemieden bzw. vor dem Zugriff durch die Anti-Viren-Software geprüft.

Der PC wird über einen Router mit aktueller Firmware und aktivierter Firewall betrieben. Eigentlich sollte alles in Ordnung sein und selbst Onlinebanking oder andere geldrelevante Aktivitäten wie Einkäufe via Internet sollten kein Problem sein. Viele Menschen - und ich gebe zu auch zu jenen gehört zu haben - wähnen sich in einem derartigen Szenario in Sicherheit. Doch zwei Meldungen der Sicherheitsprofis strafen diese Annahme Lügen:


1. Massives-DNS-Sicherheitsproblem-gefaehrdet-das-Internet
2. Trojaner konfiguriert Router um

Es obliegt ein erster Linie den Betreibern der aktiven Infrastruktur, insbesondere der DNS-Server, die inzwischen verfügbaren Updates zu installieren um die gefährlichen Löcher zu stopfen. Viele haben das auch in annehmbarer Frist getan. Anders ist es mit dem Gefahrenpotenzial unter Punkt 2. Hier ist jeder der einen Router hat selbst gefordert, ein entsprechend gutes Passwort zu setzen, um Missbrauch zu verhindern und Schaden abzuwenden. Auch der Konfiguration des Wireless-Lan sollte hinreichend Aufmerksamkeit geschenkt werden. So ist es nicht mehr ausreichend, WPA-Verschlüsselung zu aktivieren sondern es ist ebenso wichtig, auch ein hinreichend sicheren Schlüssel zu benutzen. Ich empfehle hierfür wie auch für die Generierung von Passworten einen Passwortgenerator.

 

[15.07.2008 06:30 Uhr] Das "Gerippe"
Gemeint ist das Grundgerüst einer Internetseite, also das "Gerippe" ist eine Leistung, die sowohl durch Privatleute als auch kleinere Firmen zunehmend nachgefragt wird. Wenn man dann hinterfragt, was das Ziel der Website ist, erhält man ein sehr breites Spektrum von Antworten. Manche wollen einfach nur mit einer "Visitenkarte" im Internet Präsenz zeigen.

Andere haben die Absicht, den gesamten Geschäftsprozess im Internet abbilden zu wollen. Die meisten Anforderungen liegen irgendwo dazwischen. So einfach es sein mag, eine statische Site zu basteln, welche die Anforderungen der ersten Kategorie hinreichend erfüllt, so schwer wird es sein, die zweite Kategorie zufrieden zu stellen. Erschwerend kommt dazu, dass die notwendigen Aufwände sehr oft unterschätzt werden. Wie so oft in der Technik wird es bei der schwierigeren Kategorie auf einen Kompromiss zwischen Wunsch und mit vertretbarem Aufwand erzielbarem Ergebnis hinauslaufen.

Das Wichtigste ist jedoch, dass der Auftraggeber möglichst stark in den Prozess der Entwicklung und künftigen Pflege seiner Internetsite einbezogen wird. Nur wenn er das Gefühl hat, dass es "sein Baby" ist, was da weltweit im Netz der Netze über seine Firma zu lesen ist, wird er an einer Pflege und ständigen Fortschreibung interessiert sein. Es ist deshalb nicht nur aus technischen Gründen sehr sinnvoll, von Anfang an dafür Sorge zu tragen, dass Inhalt und Design konsequent getrennt sind. Diese technische Anforderung erfüllen die modernen Content Management Systeme wie z. B. Joomla in hervorragender Weise.

Hier lassen sich die Funktionen noch weiter untergliedern. So kann der Autor eines Artikels ein Mitarbeiter sein, während ein leitender Mitarbeiter schließlich dafür zuständig ist, den vom Autor geschriebenen Artikel nach entsprechender Prüfung zur Veröffentlichung frei zu geben. Es lassen sich also neben der Trennung von Design und Inhalt auch noch unterschiedliche Rollen im Entwicklungsprozess abbilden. Jedem, der beabsichtigt eine Website zu betreiben, die mehr sein soll, als nur eine "Visitenkarte" sei deshalb die Verwendung eines geeigneten CMS empfohlen.