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[12.02.2008 09:00 Uhr] SID08 Am heutigen Dienstag startet unter dem Slogan "Safer Internet Day" eine von Klicksafe.de initiierte Infokampagne zum Datenschutz im Web. Die Absicht, Benutzer hinsichtlich des Datenschutzes zu sensibilisieren erscheint notwendig und sinnvoll, ja eigentlich längst überfällig. Allerdings scheint das Ansinnen ehr dem Kampf des legendären Don Quijote gegen die Windmühlenflügel zu gleichen, als dass es ein wirklich Erfolg versprechendes Unterfangen wird. So sinnvoll das Ganze erscheinen mag, so aussichtslos ist es auch, wenn nicht zugleich der Hebel auch an anderer Stelle angesetzt wird. Da fallen mir zunächst erst mal die "Datenkraken" wie Google ein, gegen deren Datensammelwut bisher weder den Gesetzgeber noch die Gesetzeshüter zum Handeln veranlasst hat. Das Risiko für Abzocker, Wegelagerer, Betrüger und Spammer im Netz ist denkbar gering jemals strafrechtlich zur Verantwortung gezogen zu werden. Der Adresshandel ist zum eigenen Wirtschaftszweig mutiert und niemand stört sich wirklich daran. Die Gesetzgeber erwägen tatsächlich die Legalisierung der Onlinebeschnüffelung durch diverse Behörden. Noch erschreckender sind dann Befragungen auf der Straße in denen im Tenor solche Antworten herauskommen wie "Ich habe nichts zu verbergen" oder "Wenn ich nichts Böses tue, habe ich auch nichts zu befürchten". Hallo! Geht's noch? Schaffen wir deshalb nun auch Briefumschläge, Gardinen am Schlafzimmerfenster und Badezimmertüren ab? [05.02.2008 08:00 Uhr] Abspecken… Abspecken tut nicht nur uns Menschen gut. Auch unsere IT ist an vielen Stellen zu fett. Seit mehr als zehn Jahren ist von "Thin Clients" die Rede. In der breiten Masse durchgesetzt hat sich die dahinter stehende Technologie jedoch noch nicht. Die Betonung liegt auf "noch". Die Notwendigkeit des serverbased Computing, wie das Synonym für diese Technik heute vorzugsweise genannt wird, ist heute jedoch mehr denn je gegeben. Auch die technischen Voraussetzungen waren dafür so gut wie noch nie. Die sogenante "grüne IT" ist ohne die Technologie des serverbased Computing wahrscheinlich nicht durchzusetzen. Frei verfügbare Software, insbesondere das LTSP (Linux Terminal Server Project) sind leicht zu implementieren (LTSP ist Bestandteil von Edubuntu - einem Ubuntu-Linux-Derivat für Schulen, Bildungseinrichtungen, Schüler und Studenten). Investiert man in einen einigermaßen performanten Server und entsprechende Infrastruktur (100 MBit oder besser in 1 GBit LAN) wird man mit erstaunlicher Performance, selbst mit veraltet erscheinenden Clients (leider auch typisch für Schulen!), belohnt. Der administrative Aufwand derartiger Strukturen ist nach erfolgreicher erstmaliger Einrichtung verblüffend gering und beschränkt sich in diesen meisten Fällen lediglich auf eine Maschine - den Server (Softwareupdates). Ach ja - Abspecken… Abspecken werde ich nun auch… [22.01.2008 12:00 Uhr] Auf der Suche: "Google doch mal!" In Heise Online erschien heute eine Meldung die jeden aufhorchen lassen sollte. Offenbar sind es nicht nur gesetzgeberische Gegebenheiten wie geplante Online Durchsuchungen oder die bereits beschlossene und höchst umstrittene Vorratsdatenspeicherung, die Datenschützer auf den Plan rufen und massenhafte Proteste auslösen. Es sind auch Firmen die sich um den Schutz der Privatsphäre ihrer Kunden und Nutzer offenkundig wenig scheren. Seit längerer Zeit schon genießt die "Google Inc." als Betreiber der wohl bekanntesten Suchmaschine und vieler anderer Webservices den zweifelhaften Ruf mehr Daten der Nutzer zu sammeln, als man öffentlich zugeben mag oder mehr mit diesen Daten zu machen als dem jeweils Betreffenden bekannt ist. Nicht nur Suchanfragen werden ausgewertet sondern auch E-Mails werden durchschnüffelt. Die Zahl der Kritiker an diesem Suchdienst nimmt offenbar zu. So empfiehlt eine Studie der TU Graz Google zu zerschlagen. [18.01.2008 12:00 Uhr] Schreib mir doch mal… Das hört sich mitunter leichter an, als es ist. Unerwünschte E-Mails (Spam), Viren, Trojaner und Würmer haben zu einem Wettrüsten geführt, dessen Ausgang als offen zu bezeichnen ist. Vor allem Spam macht den Betreibern der Mailserver aber auch den Nutzern zunehmend Probleme, weil das Spamaufkommen expotenzial ansteigt. Somit werden immense Ressourcen gebunden um gewünschte von ungewünschten Mails zu unterscheiden. Nicht nur Speicherplatz sondern auch Hauptspeicher und Rechenleistung werden gebunden. Vom notwendigen Energieverbrauch für diesen Wahnsinn reden derzeit noch nicht viele Menschen. Auch wenn nach nationaler Gesetzgebung in einigen Ländern das Versenden von unerwünschten E-Mails als Straftatbestand eingestuft wird, hält sich deren Ahndung doch mehr oder weniger in Grenzen. Ja geradezu als spektakulär gelten entsprechende Gerichtsverfahren - wahrscheinlich wegen deren Seltenheit. Obwohl das Problem seit geraumer Zeit bekannt ist, tut sich recht wenig, außer dass das Spamaufkommen weiter steigt. So hat sich das Spamaufkommen allein innerhalb der letzten sechs Monate verdoppelt. Dagegen kann man eigentlich nur die bekannten Techniken einsetzen und seine persönlichen Verhaltensweisen (speziell im Bezug auf den Umgang mit E-Mail-Adressen) entsprechend einstellen. Ach ja, vielleicht ist es mal wieder an der Zeit einen Brief zu schreiben…
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