Neuigkeiten Neuigkeiten (Archiv 2007 II)
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[21.12.2007 09:00 Uhr] Schall und Rauch
Namen - so ein geflügeltes Wort - Namen sind Schall und Rauch. In der heutigen Zeit würde ich diese These so ohne weiteres nicht unterschreiben. Eigentlich - ja klar eigentlich würde ich sie unterschreiben doch meine Verweigerung hat Gründe. Bekam ich doch vor etwa einem halben Jahr eine Zahlungsaufforderung von einem Rechtsanwalt, der mich des illegalen Kopierens und Verbreitens urheberrechtlich geschützten Materials beschuldigte. Als Beweis wurde eine IP-Adresse angeführt, die meinem DSL-Anschluss zu einem bestimmten Zeitraum zugewiesen worden sei. Was der Herr Anwalt sicher nicht wusste, ist die Tatsache, dass ich die mir zugewiesenen IP-Adressen speichere. Schon nach einer einfachen Sichtung der Daten war klar, dass es sich nur um einen Bluff handeln konnte. Insofern würde ich einer gerichtlichen Auseinandersetzung sehr gelassen entgegensehen. Zu jeder Zeit kann ich sagen, wann mir welche IP-Adresse von meinem Internet-Service-Provider zugewiesen wurde. Doch wer kann das außer mir noch? Zumindest im Kreis meiner Bekannten hat sich um dieses "Problem" bisher noch niemand wirklich Gedanken gemacht. Ich habe mich daher entschlossen, der Geschäftsidee des Herrn Anwaltes eine andere Geschäftsidee entgegen zu setzen: Wer mag, dem biete ich als Privatperson kostenfrei, als Firma für einen kleinen Obolus folgende Dienstleistung an:

1. Auf dem PC des Kunden oder dessen DSL-Router wird eine Software installiert, die bei jeder Änderung der Internet-IP diese an einen Server im Internet kommuniziert.

2. Jederzeit kann durch eine einfache Datenbankabfrage die IP-Adresse zu einem bestimmten Zeitpunkt für einen bestimmten PC festgestellt werden.

Soweit die Idee. Inzwischen ist es gelungen, daraus auch eine funktionierende Anwendung zu entwickeln. Wer Interesse an dieser Lösung hat, kann sich gerne per Mail oder telefonisch melden.

 

[02.10.2007 18:00 Uhr] DSL - das Warten hat ein Ende
Nicht immer verschwinden die weißen Flecken, also die Orte in denen kein DSL verfügbar ist, von allein. Doch das ist eine andere Geschichte. Stellen sie sich doch einfach mal vor, dass alle Aktivitäten im Internet ausschließlich per (Analog-) Modem mit einer Verbindungsgeschwindigkeit von maximal 56kBit/s zu erledigen sind. Oftmals erweist sich die Bandbreite als wesentlich geringer (meist nur um die 28 kBit/s). Als Administrator entfernter Systeme ist man unter solchen Bedingungen dankbar, wenn diese Systeme mit einer Shell administrierbar sind. Schon eine RDP-Session wird zur Geduldsprobe. Mit einer Bildschirmauflösung von 800x600 Pixel und 8 Bit Farbtiefe ließ es sich gerade mal so arbeiten. Aber das ist ja nun vorbei. Kaum verfügbar reichen vielen Anwendern die 2 MBit/s Downloadgeschwindigkeit des DSL-Einsteigertarifes nicht mehr aus weil man doch gern mal einen Film übers Netz schauen möchte oder die Stimme am Telefon (bei Nutzung von Voice over IP ) etwas "verstottert" klingt weil während des Telefonates noch der letzte Hit heruntergeladen wird. Beneidenswerte Probleme werden sich diejenigen Internetnutzer denken, denen die Vorzüge der schönen schnellen DSL-Verbindungen (noch) nicht zugänglich sind…

 

[07.09.2007 18:00 Uhr] … endlich leise
Jede technische Lösung ist ein Kompromiss - so lautet eine ebenso alte wie wahre Lebensweisheit der Technik. Manchmal ist es aber so, dass die Kompromisse die menschliche Schmerzgrenze überschreiten. Ein Kunde ordert im Onlineshop eines PC-Versenders einen Server. Das Teil wird pünktlich geliefert und es stellt sich heraus, dass es sich tatsächlich um einen Server handelt. Das bedeutet, dieser Rechner macht Krach, richtig Krach.
Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn Server gehören in einen Serverraum. Zuverlässigkeit (Verfügbarkeit) und Performance sind andere Kriterien als Ergonomie am Arbeitsplatz. Wenn jedoch kein Serverraum verfügbar ist, wird es am Arbeitsplatz unter diesen Umständen laut. Der Server tut zwar was er soll, aber der Lärm wird schnell zum Problem. Da inzwischen alles eingerichtet ist und super funktioniert besteht der Wunsch, den "Problemrechner" gegen einen leiseren auszutauschen. Die meisten Arbeitsplatz-PCs sind inzwischen ebenso zuverlässig wie Server, gerade dann, wenn es sich um kleine überschaubare Netze handelt und die Serverlast vernachlässigbar ist. Um die mitunter recht komplexen Installationen nicht wiederholen zu müssen, wurde beim Austausch die Serverplatte mit einem entsprechenden Tool "geklont". Da es sich um ein anderes Mainboard und um einen anderen Hersteller handelte, war noch eine Reparaturinstallation des Betriebssystems fällig. So wurden die notwendigen Treiber in das geklonte System integriert. Nach kurzer Zeit war die Aktion erfolgreich beendet. Nun verrichtet ein Arbeitsplatz PC den Dienst als Server. Der ehemalige Server steht bei einem anderen Kunden im Serverraum und lärmt als Linux Web- und Mailserver vor sich hin.

 

[30.07.2007 18:00 Uhr] Ein Router?
Manch einer fragt sich, wie sicher der (DSL-) Zugang zum Internet ist. Wie leicht, oder besser wie schwer es potentiellen Angreifern gemacht wird, den eigenen Rechner zu attackieren. Neben den gängigen Grundschutzmaßnahmen wie:

  • sichere Passworte
  • "surfende Benutzer" ohne administrative Rechte
  • ein Virenschutzprogramm auf dem aktuellen Stand
  • das Betriebssystem auf aktuellem Stand, d.h. mit den aktuellen Patches versorgt
  • sofern vom Antivirenprogramm nicht geleistet eine Software die vor Trojaneren und Spyware schützt
  • Firewall aktiviert

Es sind auch Maßnahmen in der Infrastrukrur, die einem Angreifer das Leben wirksam erschweren können. Deshalb stellt sich die Frage nicht nach der Anzahl, der vorhandenen PC Systeme ob man zwischen PC und DSL-Modem einen Router schaltet. Wird der heimische PC direkt an das DSL-Modem angeschlossen, hat dies zur Konsequenz, dass dieser PC "mit einem Fuß" direkt im Internet steht. Technisch ist diese Verbindungsart einer Modemeinwahl sehr ähnlich, auch wenn das DSL-Modem direkt an der Ethernetschnittstelle angeschlossen wird. Die der Ethernetschnittstelle zugeordnete (offizelle) Internetadresse ist eine weltweit über das Internet ansprechbare Adresse. Gerade die weit verbreiteten Fensterbetriebssysteme aus Redmond sind oftmals Angriffsziele der Hacker. Eine bessere Idee ist es deshalb, zwischen Modem und PC einen DSL-Router oder zwischen Splitter und PC einen Router mit integriertem Modem zu schalten. Hierdurch erhöht man die Sicherheit signifikant, da nunmehr die zugewiesene offizielle IP das WAN-Interface dieses Routers ist. Der eigene Rechner hat jetzt eine nichtoffizielle IP, die vom Internet aus nicht mehr ansprechbar ist. Darüber hinaus bringen alle marktüblichen Router eine gut vorkonfigurierte Firewall mit, die zu überwinden eine zusätzliche Hürde für den Angreifer darstellt. DSL-Router gibt es zu einem Straßenpreis ab etwa 20,00 €, eine Anschaffung, die sich lohnt…

 

[19.07.2007 13:00 Uhr] E-Mail für alle
Jeder, der das Internet nutzen will, wird früher oder später eine E-Mail-Adresse benötigen. Ohne diese sind viele online Dienste, fast alle Webshops und Kommunikationsdienste wie ICQ, Skype usw. nicht nutzbar. Neben dem Internetzugang an sich ist also eine E-Mail-Adresse für die sinnvolle Nutzung des Internets zwingend erforderlich. Für private Nutzer bieten sogenannte Freemailer E-Mail-Adressen und dazugehörige Postfächer an. Schnell eingerichtet und in den meisten Fällen per Webinterface zu benutzen eignen sich derartige E-Mail Accounts also auch dazu, im Internetkaffee oder bei Freunden mit einem gängigen Webbrowser die elektronische Post zu lesen und zu beantworten. Doch Vorsicht! Oftmals arbeiten derartige Dienste unverschlüsselt, hängen irgendwelche Werbung an die Mails oder haben andere Eigenarten. Man sollte wenn überhaupt dann nur im privaten Bereich davon Gebrauch machen. In der Geschäftswelt sollte man keinesfalls die Dienste der Freemailer in Anspruch nehmen. Es ist einer positiven Außendarstellung nicht unbedingt dienlich. Auch bei der privaten Benutzung geschäftlicher oder dienstlicher E-Mail-Adressen ist Vorsicht geboten. Das gilt um so mehr, wenn keine konkreten diesbezüglichen Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber getroffen wurden. Man stelle sich einfach nur vor, dass die private E-Mail mit dem Firmenabsender ausgedruckt auf Firmenbriefkopf an den Empfänger gesendet wird. Die einschlägige Rechtsprechung macht hier keinen Unterschied. Schlimmstenfalls riskiert man eine Abmahnung oder gar die Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

 

[09.07.2007 18:00 Uhr] Warten auf DSL…
Noch immer gibt's weiße Flecken, was die Verfügbarkeit breitbandiger DSL Anschlüsse in Deutschland angeht. Paradox dabei ist, dass gerade die mit modernen (Glasfaser-) Leitungen ausgestatten Regionen einen großen Teil dieser weißen Flecken ausmacht. Das ist im besonderen Maße der Osten Deutschlands, der nach der Wende mit moderner Infrastruktur versorgt wurde. Die Alternativen sind in jedem Falle teurer als das "normale" DSL. Da ist zunächst die Anbindung via Satellit (z. B. SKY DSL). Hierbei ist bei den meisten bekannten Lösungen neben der SAT-Anlage auch noch eine Telefonleitung (vorzugsweise ISDN) für den Rückkanal erforderlich. Eine echte Flatrate wird mit dieser Technik entweder nicht angeboten oder ist im Vergleich zum DSL nicht bezahlbar. Eine andere Alternative besteht darin, eine hinreichend große Anzahl von Teilnehmern zu finden und diese via WLAN zu versorgen. Die Einspeisung erfolgt entweder über eine Funkverbindung angeschlossene DSL-Leitung oder über einen Multiplexanschluss (der Telecom). Je nach Teilnehmerzahl wird es auch in diesem Falle schwer, die Preise der regulären DSL Anbieter zu erreichen … Doch während sich engagierte Menschen um die Versorgung der privaten Haushalte und Unternehmen mit breitbandigen Internetanschlüssen Gedanken machen, basteln gerade jene Leute, die für den Schutz der Verfassung von Rechtswegen zuständig sind an deren Untergrabung, ja malträtieren diese geradezu. Im Namen der "Terrorbekämpfung" versuchen sie, Onlinebeschnüffelungen der Bevölkerung für die Ordungshüter gesetzlich zu legalisieren. Wünschenswert wäre es, die dafür vorgesehenen Ressourcen anderen, sinnvolleren Zwecken zu widmen, z. B. um der Bevölkerung jene weißen Flecken zu ersparen …